Babylon – die Stadt der Herzensfreude

Inhalt:
Gedicht: Babylon - die Stadt der Herzensfreude
Gedicht: Warka (Uruk) … war nicht da.
Der Ursprung des Namens Babylon
Ort und Geographie des Territoriums
Die Geschichte der Stadt
Das Bild der Stadt vor König Nebukadnezzar
Das Stadtbild zur Zeit Königs Nebukadnezzar II.
Die Persönlichkeit des Königs Nebukadnezzar II.
Babylons Niedergang
Alexander von Makedonien in Babylon
Die Ruinenstadt: ihre allgemeine Lage
Auferstehung der Stadt Babylon
Fotografien
 
 

Titelseite der Broschüre Babylon - Die Stadt der Herzensfreude

Babylon - die Stadt der Herzensfreude
(Auszug)

von: Dr. Mouyayed Said

Aus dem Arabischen übersetzt von:
Dr. Erika Lang Al-Murab
Dr. Nawal K. Said

In dem heiligen Ort
stand kein heiliger Tempel
oder irgendein Gotteshaus.
Noch wuchs irgendeine Pflanze.
Noch bildete sich irgendein Baum.
Gelegt wurde
kein einziger Backstein
und gegossen wurde
keine Form für Gips.
Noch wurde errichtet
kein einziges Haus.
Noch wurde gegründet
keine Stadt.
Auch die Stadt Nippur
war noch nicht gebaut.
Nicht mal ihr Tempel E-Kur
war an seiner Stelle.

Anm.: Der Titel ist dem akkadischen Text entnommen.
Die Übersetzung ist nicht wörtlich. 
 
 

Warka (Uruk) … war nicht da.

Und die Umgebung schuf Eridu nicht ...
Es war nicht da.
Noch hatte der heilige Tempel einen Platz bestimmt für die Götter.
Das Land ... das ganze Land ... war Wasser.
Dann wurde gegründet Eridu und errichtet der Tempel Esagila.
Mitten im Wasser errichtet wurde der Tempel Esagila.
Lugal hob sie ohne Hilfe von Marduk auf einen Thron zu sich.
Dann wurde geschaffen Babylon und ganz vollendet der Tempel Esagila.
Und dann schufen alle Anunaki gemeinsam die Stadt.
Und gaben ihr einen großartigen Namen ...
Die Heilige Stadt ...
Die Stadt der Herzensfreude.

Anm.: Eridu ist hier nicht die Stadt Eridu (jetzt genannt Abu Scha´ren), sondern ist Babylon selbst, genannt Nikku, d.h. Eridu.
Vgl.: Strassmeier, Nabonid. Nr. 254/2/IV

Der Ursprung des Namens Babylon

Das Wort Babylon bedeutet Gottespforte, und in der akkadischen Sprache heißt es „bab-ilu“ (bab: Tür / ilu: Götter). Es ist nicht bekannt, um welche Zeit der Name zum erstenmal erschienen ist, aber das sumerische Synonym (Ka-diniger-ra) ist relativ später und für die Wissenschaftler eine Übersetzung für den Namen der Stadt. Manche glauben, daß dieses sumerische (Ka-diniger-ra) ein Stadtteil im alen Babylon ist, welcher um das Jahr 3000 v. Chr. gegründet wurde. Es ist aber sicher, daß der Name Babylon zum erstenmal (nachgewiesen) in der Akkadischen Periode erscheint, als der akkadische König Seleukos I. zwei Tempel in der Stadt Babylon bauen ließ.
Babylon ist geblieben als Name für die Stadt Babylon bis zum Eindringen von Aleyander dem Großen in das Land Mesopotamien und bis nach ihm die Macht (im Jahre 311 v. Chr.) an die Seleukiden überging, wo das Land des Süd-Irak „Babylonien“ genannt wurde, während der Nord-Irak und der obere Euphrat bis Aleppo „Assyrien“ genannt wurden (davon ist heute der Name „Syrien“ abgeleitet, im Gegensatz dazu Libanon und Palästina, die als „Phönikien“ und „Palästina“ bezeichnet wurden). Es gibt noch verschiedene Namen für die Stadt Babylon, z.B. „tin-tirki“ (Paradies des Lebens), welches in den letzten Zeiten zum Beinamen wurde (so wie man z.B. Bagdad „Haus des Friedens“ oder „Zaura“ nennt). Und sie wird auch genannt (K), d.h. „Stadt der Kanäle“, aber der Name „Babylon“ ist der stärkste und der am meisten bekannte. 


Ort und Geographie des Territoriums

Die Ruinen der Stadt Babylon befinden sich am Ufer des alten Euphrat-Flusses (heute der Fluß Hilla), nördlich des 32.-33. Breitengrades und östlich des 26.-44. Längengrades im Zentrum des fruchtbaren Landes von Südmesopotamien, das früher von den alten Irakern als das Land „Akkad“ bezeichnet wurde, im Gegensatz zum Land „Sumer“ für den Südteil mit den Marschen und dem Euphrat-Tigris-Delta und der Spitze des Arabischen Golfes. Der Name „Akkad“ ist seit der Ära von Sargon I. um die Zeit 2350 v. Chr. bekannt, wo dieser zuerst in der Kisch, nahe bei Babylon, regierte und dann in seine neue Hauptstadt „Akkad“ umzug. Das Land Babylonia wurde in der Zeit Nebukadnezzar II. als das Land Akkad bezeichnet, dem richtigen Namen der Nation für das Gebiet um die Stadt Babylon. Der Name „Babylonia“ wurde erst von den Griechen und den Makedoniern nach der Eroberung durch den makedonischen Alexander (331. v. Chr.) eingeführt. Geographisch betrachtet liegen um die Stadt Babylon verschiedene wichtige akkadische und babylonische Städte: Borsippa, südwestlich von Babylon gelegen. Beide Städte sind durch einen Wasserkanal mit dem Namen Borsippakanal verbunden;
Kisch, südöstlich, ungefähr 25 km von Babylon entfernt, direkt am Rande an der neuen Autobahn; Sippar oder Zimbir liegt als Ruine am Fluß Sippar, der heute Schisch-u-bar heißt, ungefähr 4 km südlich der jetzigen Stadt Yousiffiya;
Der, am nördlichen Ufer des heutigen Yousiffiya-Kanale gelegen, vor dem Zentrum des Kreises Yousiffiya; Akkad, das, wie man glaubt, nicht weit von Yousiffiya und Sippar liegt; Kutha, im Inneren des Territoriums des großen landwirtschaftlichen Mussaieb-Projekts; Dur Kurigalzu (heute Aqarquf) liegt nordwestlich Bagdads, in der Nähe von Abu-Graib. Die Stadt Babylon ist ungefähr 80 km von Bagdad entfernt, die gleiche Entfernung besteht zwischen Tigris und Euphrat (heute der Fluß Hilla). Sie liegt an der Verbindungsstraße nach Hilla. Das Land wird wirtschaftlich durch Dattelpalmenplantagen am Tigris und Euphrat und wo Kanäle die beiden durch kleine Flüsse verbinden, genutzt. Diese sind Abu-Graib, Yousiffiya, Mahmoudiya, Schisch-u-bar, Lattiffiya, Mussaieb, Muhawill, Babil-Kanal und der Nilkanal. Eine bekannte Erscheinung an verschiedenen irakischen Orten ist die Entstehung von neuen Städten in der Nähe von Ruinenstädten am anderen Flußufer, z.B. die Stadt Hilla gegenüber von Babylon, Mosul gegenüber von Ninive und Nassiriya zwischen Ur und Euphrat. Die Stadt Hilla ist heute eine der wichtigsten Städte in der Nähe von Bagdad und Zentrum des Mittleren Euphrats.


Die Geschichte der Stadt

Es ist unbekannt, um welche Zeit die Stadt entstand. Sie war jedoch bei den Sumerern unter dem Namen (Ka-diniger-ra) bekannt, was die wörtliche Übersetzung des akkadischen Wortes „Bab-ili“ ist, das der arabischen Sprache ähnlich oder verwandt ist. Babylon war jedoch vor der Zeit Hammurabis bekannt und zwar in der Neusumerischen Zeit 2120-2003 v. Chr. Es entstand wahrscheinlich aus älteren landwirtschaftlichen Siedlungen, was  möglichlerweise in Zukunft erforscht werden wird, wenn man die Bauschichten unter dem Grundwasser untersuchen kann. Einer ihrer bekanntesten Könige war der König Hammurabi, 1792-1750 v.Chr.
König Hammurabi erließ im 43. Jahr seiner Regierung seine bekannten Gesetzestafeln mit 282 Paragraphen. Je ein Exemplar seiner Gesetze wurde, auf eine schwarze Stele aus Diorit gemeißelt, in den Städten Babylon und Sippar, der Stadt des Sonnengottes, aufgestellt. Babylon fiel in die Hände Mursilis I., der nach dem Jahre 1594 v.Chr. von Anatolien über Aleppo kam. Dies bezeichnete das ende des ersten babylonischen Reiches zur Zeit des Königs Samsu-Ditana. Nachdem die Hetiter aus dem Irak vertrieben waren, regierten die Kassiten Babylon, bis der assyrische König Tukultininurta I. (1244-1208 v.Chr.) die Stadt befreite und den Kassitenkönig Kashtiliash besiegte.
Danach regierten verschiedene schwache Dynastien. So haben auch assyrische Könige und deren Stellvertreter regiert, unter denen auch Schamashshumukin war, der Bruder von Assurbanipal, der in einer Erhebung gegen seinen Bruder diesen niederschlug. Um das Jahr 612 v.Chr. besiegte Nabopolasser die Stadt Ninive, die Hauptstadt der Assyrer. Er regierte bis zum Jahre 605 v.Chr. Nach ihm regierten noch drei Könige, dann kam Nabonid (550 – 539 v.Chr.) als letzter der großen Könige von Babylon, der ihre Machtstellung beendete.
Kyros eroberte die Stadt am 29.10.539 v.Chr. mit Hilfe der Priesterschaft von Babylon, die ihren König verrieten, sowie auch mit Hilfe der Juden, die als Gefangene des Königs Nebukadnezzar II. in Babylon waren. Nach Kyros regierte sein Sohn Kambyses II. Babylon von 529 – 522 v. Chr. Unter der Führung Nebukadnezzar IV. begann während der Regierungszeit Dareios I. am 22. Januar 521 v. Chr. ein Aufstand in Babylon, der niedergeschlagen wurde. Daraufhin griff Dareios I. die Stadt an und verwüstete sie, raubte die Königsgräber aus, schleifte ihre innere Mauer und spießte ihren König auf.
Die persische indo-europäische Großmacht blieb bis zur Zeit von Dareios III. (336 – 331 v. Chr.) in Babylon. Danach kam der Makedonier Alexander, der König Dareios und sein Heer in der bekannten Schlacht von Arbil besiegte.
Ein zweites Mal eroberte Alexander Babylon nach seiner Rückkehr aus Indien und machte es zu seiner Hauptstadt. Er fühlte sich nicht nur als König Makedoniens, sondern auch als König Babylons und des großen Persiens, ja sogar der ganzen Welt. Er hatte den Plan, das gesamte westliche Mittelmeer und die Arabische Halbinsel zu erobern. Trotz aller Warnungen zog er nach der Hauptstadt Babylon um und gab Befehl, am Euphrat einen großen Hafen für 1000 Kriegsschiffe mit ihren Lagern zu bauen. Er dachte sich, daß der Weg zur Arabischen Halbinsel über Babylon und den Golf führe. Ein paar Tage vor Beginn bekam Alexander Fieber, das 10 Tage und Nächte anhielt. Er verstarb am 20. Juni 323 v. Chr. Man nimmt an, daß er an Malaria oder an einer starken Lungenentzündung starb, verursacht in seinen vormaligen Kriegen durch eine Pfeilwunde. Die Bewohner Babylons waren Beduinen und eingewanderte Araber, welche von fünf bekannten Stämmen aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. abstammen: Larak, Bit Amukani, Bit Šilani, Bit Šaalli und Bit Jankin. Die letzten Familien konnten das Leben in Babylon  iedererwecken. Sie sind von einem chaldäischen Stamm, einem arabischen Stamm, der von Bahrain und der Küste der Halbinsel Oman kam und einen kleinen chaldäischen Staat an der Spitze des Arabischen Golfes bildete. Von dort aus gründeten sie später das Chaldäische Reich mit Hauptsitz in Babylon. Im Laufe der Zeit wurde Babylon schwach, da es in der Zeit der Seleukiden und Sassaniden an politischer Macht verloren hatte und die Bewohner vom Euphrat an den Tigris übersiedelten. Im 10. Jahrhundert n. Chr.m als Al-Astachri an Babylon vorbeikam, bezeichnete er es als ein kleines Dorf.


Das Bild der Stadt vor König Nebukadnezzar

Viele in Keilschrift geschriebene Dokumente belegen, daß die Stadt am Ostufer des alten Euphrats erbaut wurde. Seit der Zeit des 1. babylonischen Reiches war sie zum Schutz von einer Mauer umschlossen. König „Sam u ai´um“ baute diese Mauer und nannte sie „Großer Strudel“. Mehrere Könige nach ihm erneuerten sie wieder, als letzter der assyrische König Asarhaddon, der erwähnte, daß er eine Mauer von 7200 m Länge erbaut hatte (d.h. 14.400 bybylonische Ellen). Auch Assurbanipal hat diese Mauer erneuert. In der Zeit der Assyrer, d.h. um die Zeit 700 v. Chr., wurde eine topographische Karte der Stadt erstellt. Sie zeigt das Palastviertel und die Nebengebäude, was beweist, daß der Palast an der selben Stelle stand, als der assyrische stellvertretende König Babylon regierte. Die Ausgrabungen haben gezeigt, daß die zwei Tempel von Ischtar und Nabuschechari in der Assyrerzeit existierten. Auch das Kernstück des aus Lehm erbauten Zikkurat ist von der Masse der alten Zikkurate vor Nebukadnezzar II., d.h. er hat sie an der gleichen Stelle wiederaufgebaut. Das beweist, daß der Palast, die Prozessionsstraße, die Tempel und die Wohnhäuser ihren Platz nicht verändert hatten, zumindest nicht seit der Zeit der alten Babylonier bis zu Nebukadnezzar II., der nach einem allgemeinen Entwicklungsplan anfing, die Stadt zu organisieren und auszubauen. Allerdings existierte die westliche Stadt nicht, zumindest nicht in ihrem letzten Bild, d.h. mit Stadtmauern versehen und von Kanälen durchflossen, sondern sie war wahrscheinlich ein kleines Dorf gegenüber der alten Stadt und lag außerhalb ihrer Mauern. Das gleiche gilt für die Außenstadt, die von Nebukadnezzar gebaut wurde.


Das Stadtbild zur Zeit Königs Nebukadnezzar II.

Das Musterbeispiel der Stadt ist fertig in der Zeit des Königs Nebukadnezzar II. und wurde als eine vorbildliche Stadt bekannt. Die Stadt breitete sich zu beiden Ufern des Euphrats aus. Gegenüber der alten Stadt wurde die neue Stadt (westlich des Euphrat) errichtet und mit einer Mauer von 8 km Länge mit acht großen Toren und einem Wehrwasserkanal.
Rings um die alte Stadt war eine große Fläche von mehr als 4 km Länge und 3 km Basis, wie ein Dreieck angeordnet und von einer Außenmauer umgeben. Diese Fläche wurde als Außenstadt bezeichnet, d.hl. die Stadt Babylon bestand aus drei Hauptteilen:

a) die Außenstadt,
b) die Innenstadt (alte Stadt) und
c) die westliche Stadt (neue Stadt).

Die Stadt, ihre Bauwerke udn ihre Häuser entstanden in einem Gebiet, das relativ höher lag als die benachbarte Ebene, weil sie über den Ruinen aus alter babylonsicher und assyrischer Zeit gebaut wurde. Dabei blieben manche Gebäude aus der Zeit der Assyrer (besonders die Tempel) erhalten nach ihrer Renovierung durch Nabopolasser oder nach ihm durch Nebukadnezzar II.
Topographisch gesehen verteilten sich in der Stadt die Bauwerke mit gleichem Grundriß der Gebäude und mit normaler Höhe. Diese Bauwerke sind:

a) Der Sommerpalast, der von Nebukadnezzar nördlich von Babylon im entferntesten Punkt der Außenstadt erbaut wurde. Er steht auf einem 6 m hohen künstlichen Hügel.

b) Das königliche Viertel; es liegt im Schnittpunkt zwischen der alten und neuen Stadt, am Ischtar-Tor. Dieses liegt auf einem sehr großen, künstlich angelegten Hügel, der durch die Prozessionsstraße an seinem höheren Teil senkrecht zur Innenmauer geht, die dem Fluß entlang bis außerhalb des Königsviertels in Richtung Osten geht. Die Königspaläste liegen zwischen der Prozessionsstraße und dem Fluß. Sie bestehen aus der südlichen Burg (dem Nebukadnezzar-Palast), dem Hauptpalast und dem Vorwerk am Fluß. Der Ninmach-Tempel liegt an der linken Seite der Straße auf der selben Terrasse.

c) Das dritte Bauwerk ist das höchste und größte unter ihnen. Es ist das Zikkurat, das etwa 91,6 m hoch ist und in der Zeit des Königs Nebukadnezzar II. erbaut wurde. Es hat eine Gesamtfläche von 91,6 m x 91,6 m.
Babylon ist ein modernes Beispiel für eine Stadt mit geraden Straßen, die sich ungefähr im Winkel von 90 Grad miteinander kreuzen und die sich untereinander durch ein exaktes Straßennetz verbinden, welches kein Ende hat, sondern sich in einem Ring entlang der Innenmauer schließt, so daß der Besucher in der Nebukadnezzar-Zeit entlang der Innenmauerstraße parallel zur Mauer gehen kann, bis er zu der Straße kommt, die ihn zu seinem Ziel bringt. Die wichtigste Straße der Stadt war die, die durch das zweite Stadttor ging und von dort aus in Richtung der Stadt zum Haupttempel führte.
Die Straßen und Tore trugen die Namen der Götter dieser Tempel.. Die wichtigste Straße ist die Prozessionsstraße mit einer Länge von mehr als 1,5 km. Sie führt zwischen dem Marduk-Turm (Esagial) und dem Sakurra-Hof (E-Temen-An-ki) durch und kommt von der Brücke aus Richtung Osten, biegt in nördlicher Richtung zum königlichen Viertel ab und ändert ihre Richtung von unten steil ansteigend nach oben in nördlicher Richtung bis zum Hügel, wo sie wieder eben wird, führt dann durch das Ischtar-Tor ungefähr 200 m weit hinaus und verläuft dann abwärts in Richtung Außenstadt.
Diese Straße, die in der Zeit Nebukadnezzar II. durch Pflastern mit Ziegeln und Asphalt viermal höher gemacht wurde und in die dann in roten Vulkansteinen Schriften Königs Nebukadnezzars eingemeißelt wurden, verbindet den Festtempel (Bet Akitu) mit dem Ischtar-Tor und den Palästen, dem Schloß mit dem Turm von Babylon und mit dem Marduk-Tempel und der Brücke, die zur westlichen Stadt führt. Die Inschriften erwähnen, daß drei Wasserkanäle vom Euphrat kamen und durch die Stadt flossen. Die Brücke, die Nebukadnezzar am Euphrat baute, war aus Ziegeln mit einem Tor. In der Stadt gab es 53 große Tempel für die Hauptgötter und mehr als 360 Wallfahrtsorte, daneben mehrere Göttertempel. Wahrscheinlich besaß die Stadt Babylon überwiegend königliche, militärische und religiöse Gebäude. In der Außenstadt waren fast keine Bauten, damit die Bewohner der Ortschaften im Falle von Gefahr innerhalb ihrer Mauern Schutz suchen konnten.
Was die Stadt in den Augen der Könige wichtig machte, ist, daß sie das Zentrum des Landes war. Im zweiten Teil der Südburg, lagen die höheren Staatsämter lagen, die den zweiten Hof des Palastes umgaben, der „Merkes Mati“ genannt wurde, was Zentrum des Landes bedeutet. Anfang dieses Jahrhunderts haben mehrere archäologische Expeditionen zum erstenmal in Babylon eine systematische wissenschaftliche Forschung betrieben. So konnten mehrere wichtige archäologische Bauten von König Nebukadnezzar bzw. seinem Vater Nabopolasser entdeckt werden:

1.   Der Sommer-Palast (in Norden)
2.   Der Zentral-Palast (nordwestlich, direkt neben dem Ischtar-Tor)
3.   Der Südpalast (Nebukadnezzar-Palast) (südwestlich, direkt neben dem
      Ischtar-Tor)
4.   Die acht Stadttore, deren wichtigste sind: das Ischtar-Tor und das Sin-Tor,
      die an der nördlichen Seite von der Inneren Stadtmauer liegen; das
      Marduk-Tor und das Ninnurta-Tor an der westlichen Seite; das Enlil-Tor
      und das Urasch-Tor an der Südseite. In der westlichen Stadt (Neue Stadt)
      sei auf der Südseite ein Tor gewesen (Schmasch-Tor) und eines westlich (das
      Adad-Tor), die zusammen die acht Haupttore der Stadt ergeben, wie sie auf
      einer Inschrifttafel aus Lehm aus der Zeit Seleukus erwähnt werden;
5.   Die Außenmauer Schalbu (arabisch: Waffe);
6.   Die Innenmauer Duru (arabisch: umkreisende Mauer);
7.   Das Zikkurat, genannt E-Temenaki (ein sumerisches Wort, welches
      „Fundament von Himmel und Erde“ bedeutet), mit seinem Hof;
8.   Der Marduk-Tempel (Esagila), der größte Tempel der Stadt, der bis heute
      noch nicht völlig ausgegraben ist;
9.   Der Ischtar-Tempel;
10. Der Nabu-Schachari-Tempel;
11. Der Gula-Tempel;
12. Der Ninnurta-Tempel;
13. Der Nin-Mach-Tempel;
14. Ein wichtiger Bau (oder Tempel) nördlich des Griechischen Theaters;
15. Eine Ansammlung von Wohnhäusern im Stadtzentrum;
16. Der kleine Tempel gegenüber dem Nabu-Schachari-Tempel;
17. Der vordere Bau am Fluß, westlich des Südpalastes (möglicherweise der
      Ort der Hängenden Gärten);
18. Die Prozessionsstraße;
19. Die Brücke aus Ziegelsteinen, die zwischen der alten und neuen Stadt
      am Fluß erbaut wurde;
20. Die Innenstadtstraßen; zu diesen gehören auch die Bauten, welche
      Nebukadnezzar II. gebaut oder restauriert hatte;
21. Das Griechische Theater, erbaut in der Zeit Alexanders von Mezedonien,
      das bis in die Jahre 130-200 n. Chr. benutzt wurde.

Aus Keilschrifttexten, die Babylon beschreiben, ist ersichtlich, daß auf der westlichen Seite der neuen Stadt offensichtlich ein Friedhof für wichtige Personen lag. Dort befanden sich auch 11 Dörfer und ein Viertel, das außerhalb der Mauern Babylons lag. Außer auf dem Fluß Euphrat wurde der Transport zur Stadt von mehreren Kanälen und Flüssen mit übernommen, welche die Außenstadt und die neue und alte Stadt durchflossen. Ein Teil der Kanäle wurde auch als Transportweg für die Götterboote bei den Neujahrsfesten verwendet, besonders der Kanal, der die Städte Borsippa und Babylon miteinander verband. 


Die Persönlichkeit des Königs Nebukadnezzar II.

Die Geschichtsschreibung konnte das Bild des Königs Nebukadnezzar II. aus Mangel an direkten Überlieferungen oder Ausweisungen aus seiner Zeit nicht richtig beschreiben. Die einzigen Hinweise waren in der bibel zu finden, die einige Jahrhunderte nach dem Fall von Babylon geschrieben wurde. Darin überwiegen die Diskriminierung und der Haß auf Babylon und seine Könige, darunter auch auf Nebukadnezzar. Jedoch hat die Entschlüsselung der Keilschrift bei dem archäologischen Arbeiten dazu beigetragen, daß Tatsachen in Dokumenten aufgedeckt wurden, die direkt vom zweiten der chaldäischen König an, von den Königen von Babylon, unter denen Nebukadnezzar einer der größten war, geschrieben worden sind. Nebukadnezzar wurde relativ jung gekrönt; er war kaum 30 Jahre alt. Nach 42 Jahren Machtausübung starb er um das Jahr 562 v. Chr. Sein Vater, König Nabopolasser, war der Gründer des Chaldäer-Reiches. Er hat zuerst das Land Babylon vom assyrischen Reich getrennt und danach das gesamte mesopotamische Land erobert und sich in den meisten Ländern des assyrischen Reiches ausgebreitet. Nebukadnezzar war sein militärischer Befehlshaber und von seinem Vater mit der Durchführung der militärischen Feldzüge bis zur ägyptischen Grenze beauftragt. Nebukadnezzar bezeichnete sich als Akkaden und sein Heer als Akkad-Heer, obwohl seit der ersten akkadischen Reichsgründung 2000 Jahre vergangen waren. Nebukadnezzar erzielte als Militär und Zivilist einen Sieg nach dem anderen und errang eine kulturelle Leistung nach der anderen. Er hatte Pläne für den Heeresaufruf aufgestellt; dies hatte er elf Mal ausgeführt und das Heer mit direkten militärischen Aufgaben beauftragt oder Manöver an den Grenzen des Reiches durchgeführt. Nebukadnezzar hat die Juden aus Jerusalem deportiert als Folge ihres ständigen Partnerschaftswechels (Frontenwechsel) zwischen dem „König des Akkaden-Landes“, dem König von Babylon und dem König von Ägypten und wegen ihrer andauernden Hetze, um den Pharao und seine Freunde gegeneinander aufzubringen, um die meso-ägyptischen Beziehungen zu zerstören, die als hervorragende  politische und diplomatische internationale Beziehungen galten. Dieser Auszug geschah zweimal. Er brachte sie nach Babylonien, und sie wohnten in den Dörfern am Euphrat. Sie bekamen Löhne und einen Teil der landwirtschafltichen Ernteprodukte. Sie haben verschiedene Arbeiten ausführen können, und manche von ihnen bekleideten gute Posten, besonders auf dem Gebiet der Wirtschaft. Die jüdischen Priester hetzten ständig gegen Nebukadnezzar,besonders die Priester, die die Chaldäer-Periode nicht selbst erlebt hatten, um seinen glänzenden Ruf und sein berühmtes historisches Charakterbild zu zerstören. Sie erfanden verschiedene unwahre Geschichten über ihn, und er wurde mit einem anderen König verwechselt, nämlich mit Nabonid, dem letzten König Babylons, der scheinbar mit der Marduk-Priesterschaft und den persischen Achaimeniden einen Plan gegen es machte, um einen achäimentischen Angriff auf Babylon durchzuführen, der aber nach einem Monat der Belagerung aufgegeben wurde. Wahrscheinlich konnte die königliche Zitadelle durch Verrat erobert werden, und die Perser wurden geraten, die Dämme des Euphrat zu zerstören, damit der Wasserspiegel gesenkt wurde und die Eingänge zum Palast freigelegt waren, durch die dann die Feinde eindringen konnten und die Wächter und Verteidiger überraschten. All dies gehörte zu einer wütenden Kampagne mit religiöser Propaganda gegen einen großen König, der die alte Welt regierte und dessen Ruf überall hin reichte. Nach ihm wurde Babylon ein richtiges Märchen für jeden König, um es zu erobern, um so einen internationale Ruf zu bekommen und um ihren Thron zu besteigen, damit man von ihm sagen konnte: „König Babylons“ ..., das heißt „König der Welt und der Zivilisation und der Ewigkeit“.


Babylons Niedergang

Babylon galt in der alten Welt als eine besonders wichtige, Rang und Namen tragende berühmte Stadt, so wie Rom in der römischen Zeit und Bagdad in der Abbasidenzeit oder Washington und Moskau heutzutage. Sie war bekannt bei Menschen nah und fern ... und war Mesopotamiens Stolz und ein Vorbild für die anderen Städte wie Hatra ... und Mekka für den Islam ... und Najran ...
Keine Stadt verewigte sich in der Literatur und in der Geschichte, nicht einmal diejenigen, die gegen Babylon und gegen Nebukadnezzar standen, so wie Babylon verewigt wurde. Dieser weitverbreitete Ruf hatte verschiedene Folgen.
Darunter waren auf der einen Seite Eifersucht und auf der anderen Haß gegen die „Stadt der Städte“ (genannt Herzensfreude).Kein König oder Führer zögerte, die Stadt zu erobern, entweder um sie einfach zu zerstören oder um sich in ihr niederzulassen und ihren Namen als „König von Babylon und der Welt“ zu seinen anderen Namen hinzuzufügen. So war auch die Lage als Kyros den Thron seines Großvaters mütterlicherseits bestieg. Er versuchte, nach Mesopotamien zu kommen, nachdem er die Lyder besiegte und den oberen Tigris, den Euphrat und Nordsyrien eroberte. Im Jahre 547 v. Chr. setzte er sich in Richtung Zweistromland in Bewegung. Er brach die Friedensverträge und die guten Nachbarschaftsbeziehungen, die er mit Nabonid abgeschlossen hatte. Kyros gelang es trotzdem nicht, den Tigris zu erreichen, nicht einmal den nächsten Ort zu Babylon, der am Euphrat lag bis 539 v. Chr. und das heißt, erst acht Jahre nach seiner langsamen militärischen Bewegung.
Es scheint so, daß seiner Armee, überall wo sie sich bewegte, Widerstand entgegengesetzt wurde, so war es auch in der Schlacht bei Opis am Tigris, danach in Sippar, bevor Nabonid sich nach Babylon zurückzog ... und ihm babylonischer Führer, genannt Gubaru folgte, der seinen König verriet und sich Kyros anschloß ... Mehr als einen mOnat lang belagerte er die Königsburg, konnte aber weder hinein, noch die Eingeschlossenen überwältigen ... Nur durch List gelang dieses. In den Schriften steht, daß Gubaru ein Rat gegeben wurde, den Flußlauf umzuleiten ... Dadurch fiel der Wasserspiegel und die Kanäle und inneren Abflüsse, die sich zum Fluß ... In der Nacht traten die achaimenidischen Soldaten hindurch, um die Bewohner des Palastes zu überraschen... Die Quellen und Hinweise beweisen, daß einige der jüdischen Priester in Babylon zusammen mit den babylonischen Priestern und den persischen Achaimeniden gegen die Stadt und ihren König einen geheimen Bund schlossen. Deshalb gab Kyros den Juden die Genehmigung, nach Palästina zurückzukehren, wenn sie wollten ... Die Juden hatten ihn auch „Christus“ genannt, wie es im Buch Isaja erwähnt wurde. Er gab auch den religiösen Aristokraten von Babylon ihre Würde und Macht zurück, nachdem Nabonid die Priester von Babylon gewzungen hatte, den Mondgott zu verehren (den Gott von Harran und Ur und den arabischen Beduinen), anstelle des Gottes Marduk. Dadurch hatte er ihre überlieferten Rechte weggenommen.
Nicht lange nach der Niederlage genoß Babylon Frieden und Ruhe.
Nach dem Selbstmord von Kambyses regierte Dareios I., der eine Revolution in der Stadt schlug. Er zerstlrte auch ihre Tempel und das Zikkurat (den bekannten Stufenturm) ... und plünderte den Gott Marduk. Aber die Stadt Babylon gab sich nicht geschlagen, denn bald gewann sie wieder ihre goldene Zeit und ihre berühmte Stelle in der Geschichte zurück, und zwar unter Alexander von Makedonien, dann in der Seleukiden-Zeit und auch danach.
Sie wurde die Hauptstadt von Alexander I., dann wurde sie die Stadt der Wissenschaft, der Astronomie und der Mathematik; so haben auch die Griechen in der damaligen Zeit vieles von den verschiedenen Wissenschaften aus dem alten Irak übernommen.


Alexander von Makedonien in Babylon

Alexander von Makedonien führte gegen den letzten König der persischen Achaimeniden Krieg auf dem Boden Iraks in der Nähe von Arbil der Gugamila-Gegend nahe des Oberen Zab und besiegte ihn in der bekannten Arbiloschlacht im Jahr 331 v. Chr. Dareios III. floh, als er den Krieg verloren hatte, und Alexander marschierte nach Babylon und eroberte es. Er weilte dort einen Monat und nahme die Zeremonien des Gottesdienstes für Marduk wieder auf und befahl, den Tempel Esagila wieder neu aufzubauen.
Er ließ ein Schutzheer in der Stadt und beauftragte ihre Führer, die Stadt wieder zu erneuern ..., dann verließ er sie wieder, um seine Eroberungen in Persien und Indien fortzusetzen. Im Jahre 324 v. Chr. kehrte Alexander nach Babylon zurück und hielt eine große Totenfeier, bei der die Asche seines letzten Freundes Hepheistou einem Grabe beigesetzt wurde, das er später zu einem großen Gedächtnisfriedhof machen wollte. Aber dieses konnte er nicht mehr verwirklichen ..., weil auch er nach einer schweren Krankheit am 10. Juni 323 v. Chr. starb. Der Thronsaal und der Hof davor wurden Schauplätze von dramatischen Ereignissen, die sehr schnell hintereinander erfolgten. Denn die Armee war sich nicht einig über die Nachfolge Alexanders, besonders der Stamm der Makedonier wollte erreichen, daß ein Mann aus Makedonien an die Macht kam. Am zweiten Tag nach seinem Tode brachten sie ihn in den Thronsaal und führten Versammlungen durch und beschlossen, daß ein Viermannrat als Vormundschaftsregierung für seinen noch nicht geborenen Sohn eingesetzt wurde. Aber die Führer umzingelten den Palast und verboten, hinein- oder hinauszugehen, solange bis man unter ihnen einen König als Thronverwalter für Alexanders Sohn gewählt hätte. Es erscheint lächerlich, daß immer, wenn es eine Versammlung im Thronsaal gab, der Leichnam Alexanders, sein Zepter und seine Waffen in den Hof getragen wurden, und wenn eine große Versammlung im Haupthof war, wurde alles wieder in den Thronsaal getragen. Welche Erniedrigung jetzt, wo man diesen großen Mann noch kurz vor seinem Tode so verehrte? Es ist notwendig, hier darauf hinzuweisen, daß Alexander immer vorhatte, einen internationalen Weltstaat mit Babylon als Hauptstadt zu bilden. Er hat sich darauf vorbereitet, die Arabische Halbinsel mit 1000 Kriegsschiffen, die vom Euphrat kommen sollten, zu erobern. Eer hatte auch die Ruinen des Zikkurats von Babylon, die von Xerxes zerstört wurden, an ihrem jetzigen Ort gelagert ... und machte daraus einen Hügel und baute auf seiner westlichen Seite das GriechischeTheater als eine Art Vermischung von babylonischer und griechischer Architektur.
Er befahl auch, Bäume vom Ägäischen Meer zu bringen und in Babylon anzupflanzen ..., um eine den Griechischen ähnliche zu schaffen.
So blieb Babylon ein Lockmittel für die Könige der Welt und zog diese an sich. 


Die Ruinenstadt: ihre allgemeine Lage

Als Anfang dieses Jahrhunderts die Archäologen mit den Ausgrabungen der Stadt begannen, war es für sie unerwartet, daß fast gar nichts da war, und sie waren enttäuscht, die Ruinen in der schlechtesten Lage vorzufinden.
Die Ziegeln, die zum Bau der Paläste der Stadt verwandt worden waren, waren nicht auffindbar, und in den Jahrhunderten waren die Stadtmauern und Gemäuer abgerissen worden. Die anderen Gebäde der Stadt waren aus Lehmziegeln erbaut und aus diesem Grunde vom hohen Grundwasser beschädigt worden. Auch die wildwachsenden Pflanzen und das Unkraut hatten Anteil an der Zerstörung der Rest der archäologischen Ruinen. Ihre langen Wurzeln durchdrangen die Ziegeln. Auch Salz, Wind und Regen hatten eine Wirkung auf diese alte Stadt (5000 Jahre alt). Die Stadt liegt jetzt unter Palmenwäldern oder unter Salzteichen, welche sich im Frühling oder im Winter bilden, ebenso auch unter Sandhügeln, die wichtige archäologische Plätze in der Stadt bedecken. Mehr als einmal hat der Euphrat seinen Wasserlauf geändert, und heutzutage fließt der Hilla-Fluß weit weg von de mhistorischen Flußlauf des Euphrats, der als leere trockene zurückgeblieben ist, wobei der Hilla-Fluß Ebene selbst teilweise über die neue Stadtteil (westlich) fließt udn dabei ihre archäologischen Ruinen zum Teil abgerissen hat.
Im inneren der archäologischen Stadt (21 qkm) befinden sich jetzt ein paar neue Dörfer, z.B. Sinar, Jum-jume und Annane, und es gabauch ein anderes neues Dorf mit dem Namen Kuerisch, das in der letzten Zeit abgerissen worden ist, und deren Bewohner in ein neues Dorf umgesiedelt wurden.
Die neue Straße, die von Bagdad kommt, und auch die Eisenbahnlinie gehen durch die Stadt vom Norden bis Süden neben der inneren Stadtmauer, die zwischen den Schienen und der Straße liegt, durch die Stadt.
Die Archäologen haben die schwersten Arbeitsbedingungen für ihre wissenschaftliche Arbeit beim Graben und Forschen und beim Wiederaufbau, in den Ruinen, vergliechen mit den anderen archäologischen Plätzen im Irak.
 


Auferstehung der Stadt Babylon

Der Forschungsplan der antgiken Stadt Babylon beruth auf dem Wiederaufbau bestimmte wesentlicher Teile der Stadt und ihrem erneuten Schutz, soweit bis man einen klaren Überblick von der damaligen antiken Stadt gewinnt. Die Arbeit konzentrierte sich in den letzten sechs Jahren auf die Feststellung der Schäden der Mauerfundamente, der Schäden an den Palästen, den Toren, den ausgegrabenen Tempeln, den Wohnhäusern und dem Griechischen Theater und Palaestra. Um diese Schäden zu beseitigen, muß man die Stärke Fundamente Basen in Betracht ziehen und durch den Wiederaufbau mit modernen Methoden die Grundmauern verstärken, damit sie für Extrabelastungen fähig sind. Außerdem muß der Grundwasserspiegel und der Salzgehalt der Erde mitbeachtet werden, sowie das archäologische Naturbild, auf das man achtgeben muß. Die meisten Teile des Palastes von Nebukadnezzar II., der etwa 52000 qm groß ist, wurden ausgegraben und seine wichtigsten Mauern wurden verstärkt. Drei andere Tempel wurden renoviert und wiederaufgebaut: der Ischtartempel, der Nabutempel und der Tempel von Nin-mach. Auch der größte Teil der Prozessionsstraße wurde wiederentdeckt und die Mauern des nördlichen Teiles des Ischtar-Tores wurden verstärkt. Die Arbeit läuft auch am Griechischen Theater und im Schauspielhaus, und beide gewinnen ihre Struktur wieder und sind für die großen Feste vorbereitet. Der Plan für die kommenden Jahre enthält den Wiederaufbau der Inneren Mauer, die um die alte Stadt läuft und den Wiederaufbau der Nebukadnezzar-Brücke, sowie die Restaurierung der Prozessionsstraße bis zum Brückentor.


 

Babylon, wo die Palmen auf den Ruinen wachsen

Babylon, wo die Palmen auf den Ruinen wachsen.
 

Ansicht des Tempels von MArduk und des Turmes von Babylon.

Ansicht des Tempels von Marduk und des Turmes von Babylon.
 

Die nordöstliche Ecke der inneren Mauer (erste Phase 1984).

Die nordöstliche Ecke der inneren Mauer (erste Phase 1984).
 

Einer der inneren Eingänge neben dem Ischtar-Tor (nach der Ausgrabung).

Einer der inneren Eingänge neben dem Ischtar-Tor (nach der Ausgrabung).
 


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