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Babylon – die Stadt
der Herzensfreude
Inhalt:
Gedicht: Babylon
- die Stadt der Herzensfreude
Gedicht: Warka (Uruk)
… war nicht da.
Der Ursprung des Namens
Babylon
Ort und Geographie des
Territoriums
Die Geschichte
der Stadt
Das Bild der Stadt vor
König Nebukadnezzar
Das Stadtbild
zur Zeit Königs Nebukadnezzar II.
Die Persönlichkeit
des Königs Nebukadnezzar II.
Babylons Niedergang
Alexander von Makedonien
in Babylon
Die Ruinenstadt:
ihre allgemeine Lage
Auferstehung
der Stadt Babylon
Fotografien
Babylon - die Stadt der Herzensfreude
(Auszug)
von: Dr. Mouyayed Said
Aus dem Arabischen übersetzt von:
Dr. Erika Lang Al-Murab
Dr. Nawal K. Said
In dem heiligen Ort
stand kein heiliger Tempel
oder irgendein Gotteshaus.
Noch wuchs irgendeine Pflanze.
Noch bildete sich irgendein Baum.
Gelegt wurde
kein einziger Backstein
und gegossen wurde
keine Form für Gips.
Noch wurde errichtet
kein einziges Haus.
Noch wurde gegründet
keine Stadt.
Auch die Stadt Nippur
war noch nicht gebaut.
Nicht mal ihr Tempel E-Kur
war an seiner Stelle.
Anm.: Der Titel ist
dem akkadischen Text entnommen.
Die Übersetzung
ist nicht wörtlich.
Warka (Uruk) …
war nicht da.
Und die Umgebung schuf Eridu nicht ...
Es war nicht da.
Noch hatte der heilige Tempel einen
Platz bestimmt für die Götter.
Das Land ... das ganze Land ... war
Wasser.
Dann wurde gegründet Eridu und
errichtet der Tempel Esagila.
Mitten im Wasser errichtet wurde der
Tempel Esagila.
Lugal hob sie ohne Hilfe von Marduk
auf einen Thron zu sich.
Dann wurde geschaffen Babylon und ganz
vollendet der Tempel Esagila.
Und dann schufen alle Anunaki gemeinsam
die Stadt.
Und gaben ihr einen großartigen
Namen ...
Die Heilige Stadt ...
Die Stadt der Herzensfreude.
Anm.: Eridu ist hier
nicht die Stadt Eridu (jetzt genannt Abu Scha´ren), sondern ist Babylon
selbst, genannt Nikku, d.h. Eridu.
Vgl.: Strassmeier,
Nabonid. Nr. 254/2/IV

Der Ursprung des
Namens Babylon
Das Wort Babylon bedeutet Gottespforte,
und in der akkadischen Sprache heißt es „bab-ilu“ (bab: Tür
/ ilu: Götter). Es ist nicht bekannt, um welche Zeit der Name zum
erstenmal erschienen ist, aber das sumerische Synonym (Ka-diniger-ra) ist
relativ später und für die Wissenschaftler eine Übersetzung
für den Namen der Stadt. Manche glauben, daß dieses sumerische
(Ka-diniger-ra) ein Stadtteil im alen Babylon ist, welcher um das Jahr
3000 v. Chr. gegründet wurde. Es ist aber sicher, daß der Name
Babylon zum erstenmal (nachgewiesen) in der Akkadischen Periode erscheint,
als der akkadische König Seleukos I. zwei Tempel in der Stadt Babylon
bauen ließ.
Babylon ist geblieben als Name für
die Stadt Babylon bis zum Eindringen von Aleyander dem Großen in
das Land Mesopotamien und bis nach ihm die Macht (im Jahre 311 v. Chr.)
an die Seleukiden überging, wo das Land des Süd-Irak „Babylonien“
genannt wurde, während der Nord-Irak und der obere Euphrat bis Aleppo
„Assyrien“ genannt wurden (davon ist heute der Name „Syrien“ abgeleitet,
im Gegensatz dazu Libanon und Palästina, die als „Phönikien“
und „Palästina“ bezeichnet wurden). Es gibt noch verschiedene Namen
für die Stadt Babylon, z.B. „tin-tirki“ (Paradies des Lebens), welches
in den letzten Zeiten zum Beinamen wurde (so wie man z.B. Bagdad „Haus
des Friedens“ oder „Zaura“ nennt). Und sie wird auch genannt (K), d.h.
„Stadt der Kanäle“, aber der Name „Babylon“ ist der stärkste
und der am meisten bekannte.
Ort und Geographie
des Territoriums
Die Ruinen der Stadt Babylon befinden
sich am Ufer des alten Euphrat-Flusses (heute der Fluß Hilla), nördlich
des 32.-33. Breitengrades und östlich des 26.-44. Längengrades
im Zentrum des fruchtbaren Landes von Südmesopotamien, das früher
von den alten Irakern als das Land „Akkad“ bezeichnet wurde, im Gegensatz
zum Land „Sumer“ für den Südteil mit den Marschen und dem Euphrat-Tigris-Delta
und der Spitze des Arabischen Golfes. Der Name „Akkad“ ist seit der Ära
von Sargon I. um die Zeit 2350 v. Chr. bekannt, wo dieser zuerst in der
Kisch, nahe bei Babylon, regierte und dann in seine neue Hauptstadt „Akkad“
umzug. Das Land Babylonia wurde in der Zeit Nebukadnezzar II. als das Land
Akkad bezeichnet, dem richtigen Namen der Nation für das Gebiet um
die Stadt Babylon. Der Name „Babylonia“ wurde erst von den Griechen und
den Makedoniern nach der Eroberung durch den makedonischen Alexander (331.
v. Chr.) eingeführt. Geographisch betrachtet liegen um die Stadt Babylon
verschiedene wichtige akkadische und babylonische Städte: Borsippa,
südwestlich von Babylon gelegen. Beide Städte sind durch einen
Wasserkanal mit dem Namen Borsippakanal verbunden;
Kisch, südöstlich, ungefähr
25 km von Babylon entfernt, direkt am Rande an der neuen Autobahn; Sippar
oder Zimbir liegt als Ruine am Fluß Sippar, der heute Schisch-u-bar
heißt, ungefähr 4 km südlich der jetzigen Stadt Yousiffiya;
Der, am nördlichen Ufer des heutigen
Yousiffiya-Kanale gelegen, vor dem Zentrum des Kreises Yousiffiya; Akkad,
das, wie man glaubt, nicht weit von Yousiffiya und Sippar liegt; Kutha,
im Inneren des Territoriums des großen landwirtschaftlichen Mussaieb-Projekts;
Dur Kurigalzu (heute Aqarquf) liegt nordwestlich Bagdads, in der Nähe
von Abu-Graib. Die Stadt Babylon ist ungefähr 80 km von Bagdad entfernt,
die gleiche Entfernung besteht zwischen Tigris und Euphrat (heute der Fluß
Hilla). Sie liegt an der Verbindungsstraße nach Hilla. Das Land wird
wirtschaftlich durch Dattelpalmenplantagen am Tigris und Euphrat und wo
Kanäle die beiden durch kleine Flüsse verbinden, genutzt. Diese
sind Abu-Graib, Yousiffiya, Mahmoudiya, Schisch-u-bar, Lattiffiya, Mussaieb,
Muhawill, Babil-Kanal und der Nilkanal. Eine bekannte Erscheinung an verschiedenen
irakischen Orten ist die Entstehung von neuen Städten in der Nähe
von Ruinenstädten am anderen Flußufer, z.B. die Stadt Hilla
gegenüber von Babylon, Mosul gegenüber von Ninive und Nassiriya
zwischen Ur und Euphrat. Die Stadt Hilla ist heute eine der wichtigsten
Städte in der Nähe von Bagdad und Zentrum des Mittleren Euphrats.
Die
Geschichte der Stadt
Es ist unbekannt, um welche Zeit die
Stadt entstand. Sie war jedoch bei den Sumerern unter dem Namen (Ka-diniger-ra)
bekannt, was die wörtliche Übersetzung des akkadischen Wortes
„Bab-ili“ ist, das der arabischen Sprache ähnlich oder verwandt ist.
Babylon war jedoch vor der Zeit Hammurabis bekannt und zwar in der Neusumerischen
Zeit 2120-2003 v. Chr. Es entstand wahrscheinlich aus älteren landwirtschaftlichen
Siedlungen, was möglichlerweise in Zukunft erforscht werden
wird, wenn man die Bauschichten unter dem Grundwasser untersuchen kann.
Einer ihrer bekanntesten Könige war der König Hammurabi, 1792-1750
v.Chr.
König Hammurabi erließ im
43. Jahr seiner Regierung seine bekannten Gesetzestafeln mit 282 Paragraphen.
Je ein Exemplar seiner Gesetze wurde, auf eine schwarze Stele aus Diorit
gemeißelt, in den Städten Babylon und Sippar, der Stadt des
Sonnengottes, aufgestellt. Babylon fiel in die Hände Mursilis I.,
der nach dem Jahre 1594 v.Chr. von Anatolien über Aleppo kam. Dies
bezeichnete das ende des ersten babylonischen Reiches zur Zeit des Königs
Samsu-Ditana. Nachdem die Hetiter aus dem Irak vertrieben waren, regierten
die Kassiten Babylon, bis der assyrische König Tukultininurta I. (1244-1208
v.Chr.) die Stadt befreite und den Kassitenkönig Kashtiliash besiegte.
Danach regierten verschiedene schwache
Dynastien. So haben auch assyrische Könige und deren Stellvertreter
regiert, unter denen auch Schamashshumukin war, der Bruder von Assurbanipal,
der in einer Erhebung gegen seinen Bruder diesen niederschlug. Um das Jahr
612 v.Chr. besiegte Nabopolasser die Stadt Ninive, die Hauptstadt der Assyrer.
Er regierte bis zum Jahre 605 v.Chr. Nach ihm regierten noch drei Könige,
dann kam Nabonid (550 – 539 v.Chr.) als letzter der großen Könige
von Babylon, der ihre Machtstellung beendete.
Kyros eroberte die Stadt am 29.10.539
v.Chr. mit Hilfe der Priesterschaft von Babylon, die ihren König verrieten,
sowie auch mit Hilfe der Juden, die als Gefangene des Königs Nebukadnezzar
II. in Babylon waren. Nach Kyros regierte sein Sohn Kambyses II. Babylon
von 529 – 522 v. Chr. Unter der Führung Nebukadnezzar IV. begann während
der Regierungszeit Dareios I. am 22. Januar 521 v. Chr. ein Aufstand in
Babylon, der niedergeschlagen wurde. Daraufhin griff Dareios I. die Stadt
an und verwüstete sie, raubte die Königsgräber aus, schleifte
ihre innere Mauer und spießte ihren König auf.
Die persische indo-europäische
Großmacht blieb bis zur Zeit von Dareios III. (336 – 331 v. Chr.)
in Babylon. Danach kam der Makedonier Alexander, der König Dareios
und sein Heer in der bekannten Schlacht von Arbil besiegte.
Ein zweites Mal eroberte Alexander Babylon
nach seiner Rückkehr aus Indien und machte es zu seiner Hauptstadt.
Er fühlte sich nicht nur als König Makedoniens, sondern auch
als König Babylons und des großen Persiens, ja sogar der ganzen
Welt. Er hatte den Plan, das gesamte westliche Mittelmeer und die Arabische
Halbinsel zu erobern. Trotz aller Warnungen zog er nach der Hauptstadt
Babylon um und gab Befehl, am Euphrat einen großen Hafen für
1000 Kriegsschiffe mit ihren Lagern zu bauen. Er dachte sich, daß
der Weg zur Arabischen Halbinsel über Babylon und den Golf führe.
Ein paar Tage vor Beginn bekam Alexander Fieber, das 10 Tage und Nächte
anhielt. Er verstarb am 20. Juni 323 v. Chr. Man nimmt an, daß er
an Malaria oder an einer starken Lungenentzündung starb, verursacht
in seinen vormaligen Kriegen durch eine Pfeilwunde. Die Bewohner Babylons
waren Beduinen und eingewanderte Araber, welche von fünf bekannten
Stämmen aus dem 9. Jahrhundert v. Chr. abstammen: Larak, Bit Amukani,
Bit Šilani, Bit Šaalli und Bit Jankin. Die letzten Familien konnten das
Leben in Babylon iedererwecken. Sie sind von einem chaldäischen
Stamm, einem arabischen Stamm, der von Bahrain und der Küste der Halbinsel
Oman kam und einen kleinen chaldäischen Staat an der Spitze des Arabischen
Golfes bildete. Von dort aus gründeten sie später das Chaldäische
Reich mit Hauptsitz in Babylon. Im Laufe der Zeit wurde Babylon schwach,
da es in der Zeit der Seleukiden und Sassaniden an politischer Macht verloren
hatte und die Bewohner vom Euphrat an den Tigris übersiedelten. Im
10. Jahrhundert n. Chr.m als Al-Astachri an Babylon vorbeikam, bezeichnete
er es als ein kleines Dorf.
Das Bild der
Stadt vor König Nebukadnezzar
Viele in Keilschrift geschriebene Dokumente
belegen, daß die Stadt am Ostufer des alten Euphrats erbaut wurde.
Seit der Zeit des 1. babylonischen Reiches war sie zum Schutz von einer
Mauer umschlossen. König „Sam u ai´um“ baute diese Mauer und
nannte sie „Großer Strudel“. Mehrere Könige nach ihm erneuerten
sie wieder, als letzter der assyrische König Asarhaddon, der erwähnte,
daß er eine Mauer von 7200 m Länge erbaut hatte (d.h. 14.400
bybylonische Ellen). Auch Assurbanipal hat diese Mauer erneuert. In der
Zeit der Assyrer, d.h. um die Zeit 700 v. Chr., wurde eine topographische
Karte der Stadt erstellt. Sie zeigt das Palastviertel und die Nebengebäude,
was beweist, daß der Palast an der selben Stelle stand, als der assyrische
stellvertretende König Babylon regierte. Die Ausgrabungen haben gezeigt,
daß die zwei Tempel von Ischtar und Nabuschechari in der Assyrerzeit
existierten. Auch das Kernstück des aus Lehm erbauten Zikkurat ist
von der Masse der alten Zikkurate vor Nebukadnezzar II., d.h. er hat sie
an der gleichen Stelle wiederaufgebaut. Das beweist, daß der Palast,
die Prozessionsstraße, die Tempel und die Wohnhäuser ihren Platz
nicht verändert hatten, zumindest nicht seit der Zeit der alten Babylonier
bis zu Nebukadnezzar II., der nach einem allgemeinen Entwicklungsplan anfing,
die Stadt zu organisieren und auszubauen. Allerdings existierte die westliche
Stadt nicht, zumindest nicht in ihrem letzten Bild, d.h. mit Stadtmauern
versehen und von Kanälen durchflossen, sondern sie war wahrscheinlich
ein kleines Dorf gegenüber der alten Stadt und lag außerhalb
ihrer Mauern. Das gleiche gilt für die Außenstadt, die von Nebukadnezzar
gebaut wurde.
Das
Stadtbild zur Zeit Königs Nebukadnezzar II.
Das Musterbeispiel der Stadt ist fertig
in der Zeit des Königs Nebukadnezzar II. und wurde als eine vorbildliche
Stadt bekannt. Die Stadt breitete sich zu beiden Ufern des Euphrats aus.
Gegenüber der alten Stadt wurde die neue Stadt (westlich des Euphrat)
errichtet und mit einer Mauer von 8 km Länge mit acht großen
Toren und einem Wehrwasserkanal.
Rings um die alte Stadt war eine große
Fläche von mehr als 4 km Länge und 3 km Basis, wie ein Dreieck
angeordnet und von einer Außenmauer umgeben. Diese Fläche wurde
als Außenstadt bezeichnet, d.hl. die Stadt Babylon bestand aus drei
Hauptteilen:
a) die Außenstadt,
b) die Innenstadt (alte Stadt) und
c) die westliche Stadt (neue Stadt).
Die Stadt, ihre Bauwerke udn ihre Häuser
entstanden in einem Gebiet, das relativ höher lag als die benachbarte
Ebene, weil sie über den Ruinen aus alter babylonsicher und assyrischer
Zeit gebaut wurde. Dabei blieben manche Gebäude aus der Zeit der Assyrer
(besonders die Tempel) erhalten nach ihrer Renovierung durch Nabopolasser
oder nach ihm durch Nebukadnezzar II.
Topographisch gesehen verteilten sich
in der Stadt die Bauwerke mit gleichem Grundriß der Gebäude
und mit normaler Höhe. Diese Bauwerke sind:
a) Der Sommerpalast, der von Nebukadnezzar
nördlich von Babylon im entferntesten Punkt der Außenstadt erbaut
wurde. Er steht auf einem 6 m hohen künstlichen Hügel.
b) Das königliche Viertel; es liegt
im Schnittpunkt zwischen der alten und neuen Stadt, am Ischtar-Tor. Dieses
liegt auf einem sehr großen, künstlich angelegten Hügel,
der durch die Prozessionsstraße an seinem höheren Teil senkrecht
zur Innenmauer geht, die dem Fluß entlang bis außerhalb des
Königsviertels in Richtung Osten geht. Die Königspaläste
liegen zwischen der Prozessionsstraße und dem Fluß. Sie bestehen
aus der südlichen Burg (dem Nebukadnezzar-Palast), dem Hauptpalast
und dem Vorwerk am Fluß. Der Ninmach-Tempel liegt an der linken Seite
der Straße auf der selben Terrasse.
c) Das dritte Bauwerk ist das höchste
und größte unter ihnen. Es ist das Zikkurat, das etwa 91,6 m
hoch ist und in der Zeit des Königs Nebukadnezzar II. erbaut wurde.
Es hat eine Gesamtfläche von 91,6 m x 91,6 m.
Babylon ist ein modernes Beispiel für
eine Stadt mit geraden Straßen, die sich ungefähr im Winkel
von 90 Grad miteinander kreuzen und die sich untereinander durch ein exaktes
Straßennetz verbinden, welches kein Ende hat, sondern sich in einem
Ring entlang der Innenmauer schließt, so daß der Besucher in
der Nebukadnezzar-Zeit entlang der Innenmauerstraße parallel zur
Mauer gehen kann, bis er zu der Straße kommt, die ihn zu seinem Ziel
bringt. Die wichtigste Straße der Stadt war die, die durch das zweite
Stadttor ging und von dort aus in Richtung der Stadt zum Haupttempel führte.
Die Straßen und Tore trugen die
Namen der Götter dieser Tempel.. Die wichtigste Straße ist die
Prozessionsstraße mit einer Länge von mehr als 1,5 km. Sie führt
zwischen dem Marduk-Turm (Esagial) und dem Sakurra-Hof (E-Temen-An-ki)
durch und kommt von der Brücke aus Richtung Osten, biegt in nördlicher
Richtung zum königlichen Viertel ab und ändert ihre Richtung
von unten steil ansteigend nach oben in nördlicher Richtung bis zum
Hügel, wo sie wieder eben wird, führt dann durch das Ischtar-Tor
ungefähr 200 m weit hinaus und verläuft dann abwärts in
Richtung Außenstadt.
Diese Straße, die in der Zeit
Nebukadnezzar II. durch Pflastern mit Ziegeln und Asphalt viermal höher
gemacht wurde und in die dann in roten Vulkansteinen Schriften Königs
Nebukadnezzars eingemeißelt wurden, verbindet den Festtempel (Bet
Akitu) mit dem Ischtar-Tor und den Palästen, dem Schloß mit
dem Turm von Babylon und mit dem Marduk-Tempel und der Brücke, die
zur westlichen Stadt führt. Die Inschriften erwähnen, daß
drei Wasserkanäle vom Euphrat kamen und durch die Stadt flossen. Die
Brücke, die Nebukadnezzar am Euphrat baute, war aus Ziegeln mit einem
Tor. In der Stadt gab es 53 große Tempel für die Hauptgötter
und mehr als 360 Wallfahrtsorte, daneben mehrere Göttertempel. Wahrscheinlich
besaß die Stadt Babylon überwiegend königliche, militärische
und religiöse Gebäude. In der Außenstadt waren fast keine
Bauten, damit die Bewohner der Ortschaften im Falle von Gefahr innerhalb
ihrer Mauern Schutz suchen konnten.
Was die Stadt in den Augen der Könige
wichtig machte, ist, daß sie das Zentrum des Landes war. Im zweiten
Teil der Südburg, lagen die höheren Staatsämter lagen, die
den zweiten Hof des Palastes umgaben, der „Merkes Mati“ genannt wurde,
was Zentrum des Landes bedeutet. Anfang dieses Jahrhunderts haben mehrere
archäologische Expeditionen zum erstenmal in Babylon eine systematische
wissenschaftliche Forschung betrieben. So konnten mehrere wichtige archäologische
Bauten von König Nebukadnezzar bzw. seinem Vater Nabopolasser entdeckt
werden:
1. Der Sommer-Palast (in
Norden)
2. Der Zentral-Palast (nordwestlich,
direkt neben dem Ischtar-Tor)
3. Der Südpalast (Nebukadnezzar-Palast)
(südwestlich, direkt neben dem
Ischtar-Tor)
4. Die acht Stadttore, deren
wichtigste sind: das Ischtar-Tor und das Sin-Tor,
die an
der nördlichen Seite von der Inneren Stadtmauer liegen; das
Marduk-Tor
und das Ninnurta-Tor an der westlichen Seite; das Enlil-Tor
und das
Urasch-Tor an der Südseite. In der westlichen Stadt (Neue Stadt)
sei auf
der Südseite ein Tor gewesen (Schmasch-Tor) und eines westlich (das
Adad-Tor),
die zusammen die acht Haupttore der Stadt ergeben, wie sie auf
einer
Inschrifttafel aus Lehm aus der Zeit Seleukus erwähnt werden;
5. Die Außenmauer
Schalbu (arabisch: Waffe);
6. Die Innenmauer Duru (arabisch:
umkreisende Mauer);
7. Das Zikkurat, genannt
E-Temenaki (ein sumerisches Wort, welches
„Fundament
von Himmel und Erde“ bedeutet), mit seinem Hof;
8. Der Marduk-Tempel (Esagila),
der größte Tempel der Stadt, der bis heute
noch
nicht völlig ausgegraben ist;
9. Der Ischtar-Tempel;
10. Der Nabu-Schachari-Tempel;
11. Der Gula-Tempel;
12. Der Ninnurta-Tempel;
13. Der Nin-Mach-Tempel;
14. Ein wichtiger Bau (oder Tempel)
nördlich des Griechischen Theaters;
15. Eine Ansammlung von Wohnhäusern
im Stadtzentrum;
16. Der kleine Tempel gegenüber
dem Nabu-Schachari-Tempel;
17. Der vordere Bau am Fluß, westlich
des Südpalastes (möglicherweise der
Ort der
Hängenden Gärten);
18. Die Prozessionsstraße;
19. Die Brücke aus Ziegelsteinen,
die zwischen der alten und neuen Stadt
am Fluß
erbaut wurde;
20. Die Innenstadtstraßen; zu
diesen gehören auch die Bauten, welche
Nebukadnezzar
II. gebaut oder restauriert hatte;
21. Das Griechische Theater, erbaut
in der Zeit Alexanders von Mezedonien,
das bis
in die Jahre 130-200 n. Chr. benutzt wurde.
Aus Keilschrifttexten, die Babylon beschreiben,
ist ersichtlich, daß auf der westlichen Seite der neuen Stadt offensichtlich
ein Friedhof für wichtige Personen lag. Dort befanden sich auch 11
Dörfer und ein Viertel, das außerhalb der Mauern Babylons lag.
Außer auf dem Fluß Euphrat wurde der Transport zur Stadt von
mehreren Kanälen und Flüssen mit übernommen, welche die
Außenstadt und die neue und alte Stadt durchflossen. Ein Teil der
Kanäle wurde auch als Transportweg für die Götterboote bei
den Neujahrsfesten verwendet, besonders der Kanal, der die Städte
Borsippa und Babylon miteinander verband.
Die
Persönlichkeit des Königs Nebukadnezzar II.
Die Geschichtsschreibung konnte das Bild
des Königs Nebukadnezzar II. aus Mangel an direkten Überlieferungen
oder Ausweisungen aus seiner Zeit nicht richtig beschreiben. Die einzigen
Hinweise waren in der bibel zu finden, die einige Jahrhunderte nach dem
Fall von Babylon geschrieben wurde. Darin überwiegen die Diskriminierung
und der Haß auf Babylon und seine Könige, darunter auch auf
Nebukadnezzar. Jedoch hat die Entschlüsselung der Keilschrift bei
dem archäologischen Arbeiten dazu beigetragen, daß Tatsachen
in Dokumenten aufgedeckt wurden, die direkt vom zweiten der chaldäischen
König an, von den Königen von Babylon, unter denen Nebukadnezzar
einer der größten war, geschrieben worden sind. Nebukadnezzar
wurde relativ jung gekrönt; er war kaum 30 Jahre alt. Nach 42 Jahren
Machtausübung starb er um das Jahr 562 v. Chr. Sein Vater, König
Nabopolasser, war der Gründer des Chaldäer-Reiches. Er hat zuerst
das Land Babylon vom assyrischen Reich getrennt und danach das gesamte
mesopotamische Land erobert und sich in den meisten Ländern des assyrischen
Reiches ausgebreitet. Nebukadnezzar war sein militärischer Befehlshaber
und von seinem Vater mit der Durchführung der militärischen Feldzüge
bis zur ägyptischen Grenze beauftragt. Nebukadnezzar bezeichnete sich
als Akkaden und sein Heer als Akkad-Heer, obwohl seit der ersten akkadischen
Reichsgründung 2000 Jahre vergangen waren. Nebukadnezzar erzielte
als Militär und Zivilist einen Sieg nach dem anderen und errang eine
kulturelle Leistung nach der anderen. Er hatte Pläne für den
Heeresaufruf aufgestellt; dies hatte er elf Mal ausgeführt und das
Heer mit direkten militärischen Aufgaben beauftragt oder Manöver
an den Grenzen des Reiches durchgeführt. Nebukadnezzar hat die Juden
aus Jerusalem deportiert als Folge ihres ständigen Partnerschaftswechels
(Frontenwechsel) zwischen dem „König des Akkaden-Landes“, dem König
von Babylon und dem König von Ägypten und wegen ihrer andauernden
Hetze, um den Pharao und seine Freunde gegeneinander aufzubringen, um die
meso-ägyptischen Beziehungen zu zerstören, die als hervorragende
politische und diplomatische internationale Beziehungen galten. Dieser
Auszug geschah zweimal. Er brachte sie nach Babylonien, und sie wohnten
in den Dörfern am Euphrat. Sie bekamen Löhne und einen Teil der
landwirtschafltichen Ernteprodukte. Sie haben verschiedene Arbeiten ausführen
können, und manche von ihnen bekleideten gute Posten, besonders auf
dem Gebiet der Wirtschaft. Die jüdischen Priester hetzten ständig
gegen Nebukadnezzar,besonders die Priester, die die Chaldäer-Periode
nicht selbst erlebt hatten, um seinen glänzenden Ruf und sein berühmtes
historisches Charakterbild zu zerstören. Sie erfanden verschiedene
unwahre Geschichten über ihn, und er wurde mit einem anderen König
verwechselt, nämlich mit Nabonid, dem letzten König Babylons,
der scheinbar mit der Marduk-Priesterschaft und den persischen Achaimeniden
einen Plan gegen es machte, um einen achäimentischen Angriff auf Babylon
durchzuführen, der aber nach einem Monat der Belagerung aufgegeben
wurde. Wahrscheinlich konnte die königliche Zitadelle durch Verrat
erobert werden, und die Perser wurden geraten, die Dämme des Euphrat
zu zerstören, damit der Wasserspiegel gesenkt wurde und die Eingänge
zum Palast freigelegt waren, durch die dann die Feinde eindringen konnten
und die Wächter und Verteidiger überraschten. All dies gehörte
zu einer wütenden Kampagne mit religiöser Propaganda gegen einen
großen König, der die alte Welt regierte und dessen Ruf überall
hin reichte. Nach ihm wurde Babylon ein richtiges Märchen für
jeden König, um es zu erobern, um so einen internationale Ruf zu bekommen
und um ihren Thron zu besteigen, damit man von ihm sagen konnte: „König
Babylons“ ..., das heißt „König der Welt und der Zivilisation
und der Ewigkeit“.
Babylons
Niedergang
Babylon galt in der alten Welt als eine
besonders wichtige, Rang und Namen tragende berühmte Stadt, so wie
Rom in der römischen Zeit und Bagdad in der Abbasidenzeit oder Washington
und Moskau heutzutage. Sie war bekannt bei Menschen nah und fern ... und
war Mesopotamiens Stolz und ein Vorbild für die anderen Städte
wie Hatra ... und Mekka für den Islam ... und Najran ...
Keine Stadt verewigte sich in der Literatur
und in der Geschichte, nicht einmal diejenigen, die gegen Babylon und gegen
Nebukadnezzar standen, so wie Babylon verewigt wurde. Dieser weitverbreitete
Ruf hatte verschiedene Folgen.
Darunter waren auf der einen Seite Eifersucht
und auf der anderen Haß gegen die „Stadt der Städte“ (genannt
Herzensfreude).Kein König oder Führer zögerte, die Stadt
zu erobern, entweder um sie einfach zu zerstören oder um sich in ihr
niederzulassen und ihren Namen als „König von Babylon und der Welt“
zu seinen anderen Namen hinzuzufügen. So war auch die Lage als Kyros
den Thron seines Großvaters mütterlicherseits bestieg. Er versuchte,
nach Mesopotamien zu kommen, nachdem er die Lyder besiegte und den oberen
Tigris, den Euphrat und Nordsyrien eroberte. Im Jahre 547 v. Chr. setzte
er sich in Richtung Zweistromland in Bewegung. Er brach die Friedensverträge
und die guten Nachbarschaftsbeziehungen, die er mit Nabonid abgeschlossen
hatte. Kyros gelang es trotzdem nicht, den Tigris zu erreichen, nicht einmal
den nächsten Ort zu Babylon, der am Euphrat lag bis 539 v. Chr. und
das heißt, erst acht Jahre nach seiner langsamen militärischen
Bewegung.
Es scheint so, daß seiner Armee,
überall wo sie sich bewegte, Widerstand entgegengesetzt wurde, so
war es auch in der Schlacht bei Opis am Tigris, danach in Sippar, bevor
Nabonid sich nach Babylon zurückzog ... und ihm babylonischer Führer,
genannt Gubaru folgte, der seinen König verriet und sich Kyros anschloß
... Mehr als einen mOnat lang belagerte er die Königsburg, konnte
aber weder hinein, noch die Eingeschlossenen überwältigen ...
Nur durch List gelang dieses. In den Schriften steht, daß Gubaru
ein Rat gegeben wurde, den Flußlauf umzuleiten ... Dadurch fiel der
Wasserspiegel und die Kanäle und inneren Abflüsse, die sich zum
Fluß ... In der Nacht traten die achaimenidischen Soldaten hindurch,
um die Bewohner des Palastes zu überraschen... Die Quellen und Hinweise
beweisen, daß einige der jüdischen Priester in Babylon zusammen
mit den babylonischen Priestern und den persischen Achaimeniden gegen die
Stadt und ihren König einen geheimen Bund schlossen. Deshalb gab Kyros
den Juden die Genehmigung, nach Palästina zurückzukehren, wenn
sie wollten ... Die Juden hatten ihn auch „Christus“ genannt, wie es im
Buch Isaja erwähnt wurde. Er gab auch den religiösen Aristokraten
von Babylon ihre Würde und Macht zurück, nachdem Nabonid die
Priester von Babylon gewzungen hatte, den Mondgott zu verehren (den Gott
von Harran und Ur und den arabischen Beduinen), anstelle des Gottes Marduk.
Dadurch hatte er ihre überlieferten Rechte weggenommen.
Nicht lange nach der Niederlage genoß
Babylon Frieden und Ruhe.
Nach dem Selbstmord von Kambyses regierte
Dareios I., der eine Revolution in der Stadt schlug. Er zerstlrte auch
ihre Tempel und das Zikkurat (den bekannten Stufenturm) ... und plünderte
den Gott Marduk. Aber die Stadt Babylon gab sich nicht geschlagen, denn
bald gewann sie wieder ihre goldene Zeit und ihre berühmte Stelle
in der Geschichte zurück, und zwar unter Alexander von Makedonien,
dann in der Seleukiden-Zeit und auch danach.
Sie wurde die Hauptstadt von Alexander
I., dann wurde sie die Stadt der Wissenschaft, der Astronomie und der Mathematik;
so haben auch die Griechen in der damaligen Zeit vieles von den verschiedenen
Wissenschaften aus dem alten Irak übernommen.
Alexander
von Makedonien in Babylon
Alexander von Makedonien führte
gegen den letzten König der persischen Achaimeniden Krieg auf dem
Boden Iraks in der Nähe von Arbil der Gugamila-Gegend nahe des Oberen
Zab und besiegte ihn in der bekannten Arbiloschlacht im Jahr 331 v. Chr.
Dareios III. floh, als er den Krieg verloren hatte, und Alexander marschierte
nach Babylon und eroberte es. Er weilte dort einen Monat und nahme die
Zeremonien des Gottesdienstes für Marduk wieder auf und befahl, den
Tempel Esagila wieder neu aufzubauen.
Er ließ ein Schutzheer in der
Stadt und beauftragte ihre Führer, die Stadt wieder zu erneuern ...,
dann verließ er sie wieder, um seine Eroberungen in Persien und Indien
fortzusetzen. Im Jahre 324 v. Chr. kehrte Alexander nach Babylon zurück
und hielt eine große Totenfeier, bei der die Asche seines letzten
Freundes Hepheistou einem Grabe beigesetzt wurde, das er später zu
einem großen Gedächtnisfriedhof machen wollte. Aber dieses konnte
er nicht mehr verwirklichen ..., weil auch er nach einer schweren Krankheit
am 10. Juni 323 v. Chr. starb. Der Thronsaal und der Hof davor wurden Schauplätze
von dramatischen Ereignissen, die sehr schnell hintereinander erfolgten.
Denn die Armee war sich nicht einig über die Nachfolge Alexanders,
besonders der Stamm der Makedonier wollte erreichen, daß ein Mann
aus Makedonien an die Macht kam. Am zweiten Tag nach seinem Tode brachten
sie ihn in den Thronsaal und führten Versammlungen durch und beschlossen,
daß ein Viermannrat als Vormundschaftsregierung für seinen noch
nicht geborenen Sohn eingesetzt wurde. Aber die Führer umzingelten
den Palast und verboten, hinein- oder hinauszugehen, solange bis man unter
ihnen einen König als Thronverwalter für Alexanders Sohn gewählt
hätte. Es erscheint lächerlich, daß immer, wenn es eine
Versammlung im Thronsaal gab, der Leichnam Alexanders, sein Zepter und
seine Waffen in den Hof getragen wurden, und wenn eine große Versammlung
im Haupthof war, wurde alles wieder in den Thronsaal getragen. Welche Erniedrigung
jetzt, wo man diesen großen Mann noch kurz vor seinem Tode so verehrte?
Es ist notwendig, hier darauf hinzuweisen, daß Alexander immer vorhatte,
einen internationalen Weltstaat mit Babylon als Hauptstadt zu bilden. Er
hat sich darauf vorbereitet, die Arabische Halbinsel mit 1000 Kriegsschiffen,
die vom Euphrat kommen sollten, zu erobern. Eer hatte auch die Ruinen des
Zikkurats von Babylon, die von Xerxes zerstört wurden, an ihrem jetzigen
Ort gelagert ... und machte daraus einen Hügel und baute auf seiner
westlichen Seite das GriechischeTheater als eine Art Vermischung von babylonischer
und griechischer Architektur.
Er befahl auch, Bäume vom Ägäischen
Meer zu bringen und in Babylon anzupflanzen ..., um eine den Griechischen
ähnliche zu schaffen.
So blieb Babylon ein Lockmittel für
die Könige der Welt und zog diese an sich.
Die
Ruinenstadt: ihre allgemeine Lage
Als Anfang dieses Jahrhunderts die Archäologen
mit den Ausgrabungen der Stadt begannen, war es für sie unerwartet,
daß fast gar nichts da war, und sie waren enttäuscht, die Ruinen
in der schlechtesten Lage vorzufinden.
Die Ziegeln, die zum Bau der Paläste
der Stadt verwandt worden waren, waren nicht auffindbar, und in den Jahrhunderten
waren die Stadtmauern und Gemäuer abgerissen worden. Die anderen Gebäde
der Stadt waren aus Lehmziegeln erbaut und aus diesem Grunde vom hohen
Grundwasser beschädigt worden. Auch die wildwachsenden Pflanzen und
das Unkraut hatten Anteil an der Zerstörung der Rest der archäologischen
Ruinen. Ihre langen Wurzeln durchdrangen die Ziegeln. Auch Salz, Wind und
Regen hatten eine Wirkung auf diese alte Stadt (5000 Jahre alt). Die Stadt
liegt jetzt unter Palmenwäldern oder unter Salzteichen, welche sich
im Frühling oder im Winter bilden, ebenso auch unter Sandhügeln,
die wichtige archäologische Plätze in der Stadt bedecken. Mehr
als einmal hat der Euphrat seinen Wasserlauf geändert, und heutzutage
fließt der Hilla-Fluß weit weg von de mhistorischen Flußlauf
des Euphrats, der als leere trockene zurückgeblieben ist, wobei der
Hilla-Fluß Ebene selbst teilweise über die neue Stadtteil (westlich)
fließt udn dabei ihre archäologischen Ruinen zum Teil abgerissen
hat.
Im inneren der archäologischen
Stadt (21 qkm) befinden sich jetzt ein paar neue Dörfer, z.B. Sinar,
Jum-jume und Annane, und es gabauch ein anderes neues Dorf mit dem Namen
Kuerisch, das in der letzten Zeit abgerissen worden ist, und deren Bewohner
in ein neues Dorf umgesiedelt wurden.
Die neue Straße, die von Bagdad
kommt, und auch die Eisenbahnlinie gehen durch die Stadt vom Norden bis
Süden neben der inneren Stadtmauer, die zwischen den Schienen und
der Straße liegt, durch die Stadt.
Die Archäologen haben die schwersten
Arbeitsbedingungen für ihre wissenschaftliche Arbeit beim Graben und
Forschen und beim Wiederaufbau, in den Ruinen, vergliechen mit den anderen
archäologischen Plätzen im Irak.
Auferstehung
der Stadt Babylon
Der Forschungsplan der antgiken Stadt
Babylon beruth auf dem Wiederaufbau bestimmte wesentlicher Teile der Stadt
und ihrem erneuten Schutz, soweit bis man einen klaren Überblick von
der damaligen antiken Stadt gewinnt. Die Arbeit konzentrierte sich in den
letzten sechs Jahren auf die Feststellung der Schäden der Mauerfundamente,
der Schäden an den Palästen, den Toren, den ausgegrabenen Tempeln,
den Wohnhäusern und dem Griechischen Theater und Palaestra. Um diese
Schäden zu beseitigen, muß man die Stärke Fundamente Basen
in Betracht ziehen und durch den Wiederaufbau mit modernen Methoden die
Grundmauern verstärken, damit sie für Extrabelastungen fähig
sind. Außerdem muß der Grundwasserspiegel und der Salzgehalt
der Erde mitbeachtet werden, sowie das archäologische Naturbild, auf
das man achtgeben muß. Die meisten Teile des Palastes von Nebukadnezzar
II., der etwa 52000 qm groß ist, wurden ausgegraben und seine wichtigsten
Mauern wurden verstärkt. Drei andere Tempel wurden renoviert und wiederaufgebaut:
der Ischtartempel, der Nabutempel und der Tempel von Nin-mach. Auch der
größte Teil der Prozessionsstraße wurde wiederentdeckt
und die Mauern des nördlichen Teiles des Ischtar-Tores wurden verstärkt.
Die Arbeit läuft auch am Griechischen Theater und im Schauspielhaus,
und beide gewinnen ihre Struktur wieder und sind für die großen
Feste vorbereitet. Der Plan für die kommenden Jahre enthält den
Wiederaufbau der Inneren Mauer, die um die alte Stadt läuft und den
Wiederaufbau der Nebukadnezzar-Brücke, sowie die Restaurierung der
Prozessionsstraße bis zum Brückentor.
Babylon, wo die Palmen auf den Ruinen
wachsen.
Ansicht des Tempels von Marduk und des
Turmes von Babylon.
Die nordöstliche Ecke der inneren
Mauer (erste Phase 1984).
Einer der inneren Eingänge neben
dem Ischtar-Tor (nach der Ausgrabung).

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